{"id":2626,"date":"2021-10-27T18:07:26","date_gmt":"2021-10-27T16:07:26","guid":{"rendered":"https:\/\/hybrid-societies.org\/?post_type=events&#038;p=2626"},"modified":"2022-02-12T13:12:20","modified_gmt":"2022-02-12T12:12:20","slug":"ethik-der-digitalisierung","status":"publish","type":"events","link":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/events\/ethik-der-digitalisierung\/","title":{"rendered":"Vortragsreihe &#8220;Ethik der Digitalisierung&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<p>Die zunehmende Digitalisierung und insbesondere der Einzug KI-gest\u00fctzter Technologien in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens ver\u00e4ndern unseren Alltag im Privaten nicht weniger als unser Zusammenleben in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen. Im Rahmen der Vortragsreihe wollen wir anhand ausgew\u00e4hlter Problemfelder verschiedene ethische Aspekte der zunehmenden Einf\u00fchrung digitaler Technologien diskutieren. Kolleg*innen, Studierende und alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"false\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-26260\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">10. November 2021<br>Die Maschine als Gegen\u00fcber <\/h2><div id=\"ac-26260\" class=\"c-accordion__content\">\n<p><strong>Ort<\/strong>: Hauptgeb\u00e4ude, Stra\u00dfe der Nationen 62, R 316<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit<\/strong>: 18 bis 20 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"anthropomorphismus-in-der-offentlichen-debatte-uber-kunstliche-intelligenz-prof-in-dr-birgit-beck-tu-berlin\">Anthropomorphismus in der (\u00f6ffentlichen) Debatte \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz<br>(Prof&#8217;in Dr. Birgit Beck, TU Berlin)<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Tierforschung, Tierphilosophie und -ethik ist Anthropomorphismus in der Regel negativ konnotiert. Tiere bzw. tierliche F\u00e4higkeiten und Eigenschaften zu anthropomorphisieren, gilt als unwissenschaftlich, da dadurch \u2013 zumindest aus differentialistischer Perspektive \u2013 die <em>differentia specifica<\/em>, das distinkte menschliche Wesen, das uns angeblich von Tieren unterscheidet und abgrenzt, unterlaufen wird. Dieses Ph\u00e4nomen wird h\u00e4ufig als problematisch empfunden.<br>Im Alltag dagegen neigen wir selbstverst\u00e4ndlich dazu, verschiedene Lebewesen und Dinge zu anthropomorphisieren. Das jeweilige \u201eHaustier\u201c ist das kl\u00fcgste und verst\u00e4ndigste der Welt, der Hausverstand wei\u00df, dass Pflanzen sch\u00f6ner bl\u00fchen, wenn man mit ihnen spricht oder ihnen bestimmte Musik vorspielt, manche Menschen geben ihren Fahrzeugen Namen und wir schimpfen auf unseren Rechner, wenn das st\u00f6rrische Ding wieder einmal den Arbeitsablauf verkompliziert. Die Entwicklung \u201esozialer\u201c Technologien verst\u00e4rkt dieses Ph\u00e4nomen. Alexa fordert uns auf, mit ihr zu sprechen, und viele tun dies \u2013 vermutlich ohne \u00fcber den Sinn dieses Verhaltens nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Forschung \u00fcber K\u00fcnstliche Intelligenz, Human-Machine- bzw. Human-Robot-Interaction wird Anthropomorphismus offenbar nicht als Problem angesehen, sondern als erw\u00fcnschtes Ph\u00e4nomen. Solange die betreffenden \u201eintelligenten\u201c Systeme bzw. Artefakte nicht zu menschlich anmuten und uns ins Uncanny Valley st\u00fcrzen, f\u00f6rdert ein gewisses Ma\u00df an Anthropomorphisierung die Interaktionsbereitschaft. Wir sind f\u00e4hig, Beziehungen zu Dingen einzugehen, die sprachliche und k\u00f6rperliche Handlungen und sozialen Austausch gut zu simulieren in der Lage sind. Dies wird h\u00e4ufig als vorteilhaft betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vortrag werde ich die Diskrepanz der Einsch\u00e4tzung von Anthropomorphismus bez\u00fcglich Tieren und (KI-)Artefakten anhand der Kategorien des naiven, emotionalen, kognitiven und heuristischen\/pragmatischen Anthropomorphismus untersuchen und nach Gr\u00fcnden f\u00fcr die unterschiedliche Bewertung der Anthropomorphisierung von Tieren und Artefakten fragen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"zur-moglichkeit-der-freundschaft-zwischen-menschen-und-robotern-dr-svenja-wiertz-universitat-freiburg\">Zur M\u00f6glichkeit der Freundschaft zwischen Menschen und Robotern<br>(Dr. Svenja Wiertz, Universit\u00e4t Freiburg)<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir erleben eine zunehmende Technisierung unserer Gesellschaft \u2013 in immer mehr Handlungsfeldern sollen und werden Maschinen als Interaktionspartner eingef\u00fchrt, wo wir fr\u00fcher auf Menschen gesto\u00dfen sind. In der Pflege, im Haushalt, als Spielgef\u00e4hrten im Kinderzimmer sollen uns Roboter und andere Formen k\u00fcnstlicher Intelligenz das Leben erleichtern und dabei m\u00f6glichst freundlich und sympathisch erscheinen. Aber wie weit kann die Interaktion mit Maschinen zwischenmenschliche Interaktionen ersetzen? Und wo genau liegen wesentliche Unterschiede?<\/p>\n\n\n\n<p>Einige typische Werte der Freundschaft k\u00f6nnen klarerweise auch in der Interaktion mit Robotern verwirklicht werden, wie etwa Freude an gemeinsamen Interaktionen. Die Verwirklichung anderer Werte wie etwa der Entwicklung sozialer Kompetenzen erscheint schwieriger, aber nicht notwendig unm\u00f6glich. Der wesentliche Unterschied ist hingegen in der Konzeption von Freund*innen als gleichen zu suchen \u2013 zumindest sofern wir nicht auf utopische Szenarien der Mensch-Maschinen-Interaktion, sondern auf konkrete gegenw\u00e4rtige Entwicklungen blicken. Aktuelle Vermarktungsstrategien, die Roboter als unsere neuen besten Freunde darstellen, so soll der Vortrag zeigen, t\u00e4uschen dar\u00fcber hinweg, dass Gegenseitigkeit ein wesentliches Element von Freundschaften darstellt. Obwohl auch Mensch-Maschinen-Interaktionen aus verschiedenen Perspektiven als wertvoll begriffen werden k\u00f6nnen, sollten wir sie nicht voreilig mit zwischenmenschlichen Beziehungen gleichsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Person<\/strong>: Dr. Svenja Wiertz promovierte 2019 zu Freundschaftskonzeptionen in der Philosophie an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. Seitdem hat sie sich in einigen Artikeln mit ethischen Fragen der Mensch-Maschinen-Interaktion auseinandergesetzt. Aktuell arbeitet sie am Institut f\u00fcr Ethik und Geschichte der Medizin in einem Forschungsprojekt zu ethischen Fragen der Datennutzung in der medizinischen Forschung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"false\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-26261\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">8. Dezember 2021<br>Un\/smarte soziale Maschinen<\/h2><div id=\"ac-26261\" class=\"c-accordion__content\">\n<p><strong>Ort<\/strong>: Online via zoom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit<\/strong>: 18 bis 20 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"smart-parenting-wie-die-digitalisierung-die-eltern-kind-beziehung-beeinflusst-dr-tatjana-noemi-tommel-tu-berlin\">Smart Parenting? Wie die \u201eDigitalisierung\u201c die Eltern-Kind-Beziehung beeinflusst<br>(Dr. Tatjana Noemi T\u00f6mmel, TU Berlin)<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Megatrend der Digitalisierung ver\u00e4ndert unsere Lebenswelt und l\u00e4sst auch das Familienleben nicht unber\u00fchrt. W\u00e4hrend digitale Technologien von vielen als praktisches und effizientes Werkzeug begr\u00fc\u00dft werden, zeigen empirische Studien, wie sich ihre Nutzung auf die soziale Interaktion zwischen Eltern und Kindern auswirkt: Je mehr Eltern digitale Technologien nutzen, desto weniger responsiv und empathisch sind sie ihren Kindern gegen\u00fcber. Untersuchungen zufolge f\u00fchren die auf \u201eTechnoference\u201c \u2013 also auf die St\u00f6rung der Beziehung und Interaktion durch Techniknutzung \u2013 zur\u00fcckzuf\u00fchrenden dysfunktionalen Probleml\u00f6sungsstrategien zu mehr internalisierten und externalisierten Verhaltensauff\u00e4lligkeiten auf Seiten der Kinder. In meinem Beitrag werde ich diese empirischen Ergebnisse technikphilosophisch einordnen und ethisch bewerten. Ich will erstens zeigen, dass es spezifische Probleme des Mediums selbst sind, welche die \u201eTechnoference\u201c hervorrufen und zweitens deutlich machen, warum gerade die Eltern-Kind-Beziehung davon besonders betroffen ist. Dabei gehe ich auf die besondere ethische Struktur dieser Beziehung ein und erl\u00e4utere, warum&nbsp; eine starke Technologienutzung es Eltern erschwert, ihren spezifischen moralischen Verpflichtungen gegen\u00fcber ihren Kindern nachzukommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"konnen-ki-basierte-health-apps-paternalistisch-sein-pd-dr-michael-kuhler-kit-und-universitat-munster\">K\u00f6nnen KI-basierte Health Apps paternalistisch sein<br>(PD Dr. Michael K\u00fchler, KIT und Universit\u00e4t M\u00fcnster)<\/h3>\n\n\n\n<p>Health Apps dienen typischerweise zwei Zwecken: erstens der Aufzeichnung gesundheitsrelevanter Daten und zweitens der Beeinflussung des Verhaltens hin zu einem ges\u00fcnderen Lebensstil. Geht man technologisch nun einen Schritt weiter hin zu KI-basierten Health Apps, so w\u00fcrde sich die Analyse der individuellen Gesundheitsdaten, die Formulierung gesundheitsrelevanter pers\u00f6nlicher Ziele sowie das Ansto\u00dfen von passenden positiven Verhaltens\u00e4nderungen k\u00fcnstlicher Intelligenz bedienen. KI-basierte Health Apps w\u00fcrden somit (in einem schwachen Sinne) autonom auf eine gesundheitsverbessernde Verhaltens\u00e4nderung ihrer Nutzer:innen hinwirken, ohne dass dies den Nutzer:innen hinreichend bewusst oder explizit von ihnen gewollt sein k\u00f6nnte. Dies wirft eine bislang so gut wie gar nicht diskutierte Frage auf: Inwiefern w\u00fcrden KI-basierte Health Apps damit paternalistisch agieren k\u00f6nnen? Der Vortrag ist der Beantwortung dieser Frage gewidmet und skizziert hierf\u00fcr einen leicht modifizierten, auf nicht-personale \u201eAkteure\u201c anwendbaren Paternalismusbegriff.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"false\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-26262\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">12. Januar 2022<br>Das Digitale in der Gesellschaft<\/h2><div id=\"ac-26262\" class=\"c-accordion__content\">\n<p><strong>Ort<\/strong>: Online via zoom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit<\/strong>: 18 bis 20 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"die-praktische-ethik-der-partizipation-wie-und-mit-welchen-implikationen-werden-menschen-an-technikgestaltung-beteiligt-dr-andreas-bischof-tu-chemnitz\">Die praktische Ethik der Partizipation: Wie und mit welchen Implikationen werden Menschen an Technikgestaltung beteiligt?<br>(Dr. Andreas Bischof, TU Chemnitz)<\/h3>\n\n\n\n<p>&#8220;Digitalisierung&#8221; wird in der Regel als technisches Projekt verstanden, analoge Vorg\u00e4nge aus Arbeit, Alltag oder Politik in digitale Technologien zu \u00fcbersetzen. Dieses Verst\u00e4ndnis ist aus zwei Gr\u00fcnden problematisch: Einerseits ersch\u00f6pft sich Digitalisierung nicht in einer technischen &#8220;Kolonialisierung&#8221; von vermeintlich vor-digitalen Gesellschaftsbereichen, sondern basiert vielmehr auf kulturellen und sozialen Triebfedern, die durch die Rede von &#8220;Technik als L\u00f6sung&#8221; zusehends unsichtbar werden. Andererseits l\u00e4uft die Vorstellung von Digitalisierung als vor allem technischem Prozess Gefahr, Menschen und Alltagswelten in einer sehr einseitigen Form zu addressieren: Als Nutzerinnen, an deren Technikakzeptanz noch gearbeitet werden muss. <\/p>\n\n\n\n<p>Um dieser drohenden Einseitigkeit im Verh\u00e4ltnis Mensch &amp; Technik zu begegnen, setzen F\u00f6rdergeber, Forschende und Firmen zunehmend auf Partizipation in der Technikgestaltung. Mit der Verwendung dieses Begriffs ist sowohl das \u00fcbergeordnete Ziel der Teilhabe von Menschen, die von Technologien betroffen sind, als auch der Modus partizipativer Technikgestaltung gemeint, die sich in verschiedener Weise f\u00fcr den Input von Nicht-Technikerinnen \u00f6ffnet. Aber unter welchen Bedingungen und mit welchen Implikationen geschieht das? Der Vortrag erkl\u00e4rt die Grundlagen partizipativer Methoden, bringt Beispiele aus der Entwicklungspraxis und problematisiert anschlie\u00dfend insbesondere Zeitpunkte und Gestaltungsr\u00e4ume f\u00fcr Partizipation in der Technikgestaltung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"soziologische-beobachtungen-zur-vergesellschaftung-digitaler-assistenten-prof-dr-henning-laux-tu-chemnitz\">Soziologische Beobachtungen zur Vergesellschaftung Digitaler Assistenten<br>(Prof. Dr. Henning Laux, TU Chemnitz)<\/h3>\n\n\n\n<p>Digitale Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant gelten als eindrucksvoller Beleg f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Fortschritte auf dem Gebiet der K\u00fcnstlichen Intelligenz. Der Vortrag interessiert sich f\u00fcr die Vergesellschaftung dieser sprachbegabten Wesen. Dabei geht es zum einen um die sozialen Verhei\u00dfungen, \u00c4ngste und Risikokalk\u00fcle, die mit ihrer Verbreitung in den Smart Homes und Cars der Gegenwart verkn\u00fcpft sind. Und zum anderen fragt der Vortrag nach den Strategien, mit denen innerhalb des Innovationsprozesses immer wieder versucht wird, mit diesen gesellschaftlichen Erwartungen umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"false\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h2 id=\"at-26263\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">3. Februar 2022<br>Digitalisierung und politische Kultur<\/h2><div id=\"ac-26263\" class=\"c-accordion__content\">\n<p><strong>Ort<\/strong>: Online via zoom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit<\/strong>: 18 bis 20 Uhr<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"das-konzept-der-wahrheit-in-der-digitalen-demokratie-uberlegungen-zu-einem-komplexen-verhaltnis-prof-in-dr-dagmar-borchers-universitat-bremen\">Das Konzept der Wahrheit in der digitalen Demokratie &#8211; \u00dcberlegungen zu einem komplexen Verh\u00e4ltnis<br>(Prof&#8217;in Dr. Dagmar Borchers, Universit\u00e4t Bremen)<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Menschen, auch Philosophinnen und Philosophen betrachten das Konzept der Wahrheit heute eher skeptisch und haben daf\u00fcr zum Teil pragmatische, zum Teil philosophische Gr\u00fcnde. Manche meinen gar, man k\u00f6nne darauf verzichten. In meinem Vortrag m\u00f6chte ich zeigen, dass die Wahrheit in unserer demokratischen Gesellschaft, speziell f\u00fcr den Bereich der Politik und politische Entscheidungen, unverzichtbar ist. Dabei nehme ich Bezug auf Hannah Arendts ber\u00fchmten Aufsatz &#8220;Wahrheit und Politik&#8221; von 1964. Ausgehend von ihren \u00dcberlegungen m\u00f6chte ich zeigen inwiefern das Internet und die sozialen Medien Entwicklungen vorantreiben, die Arendt bereits gesehen und angesprochen hat und ihr Votum f\u00fcr die Unverzichtbarkeit der Kategorie der Wahrheit und deren Relevanz f\u00fcr die geistigen Grundlagen unserer Gesellschaft bekr\u00e4ftigen. Auch und gerade im Zeitalter der Digitalisierung sollte die Wahrheit eine zentrale Wertvorstellung in der Entwicklung und Gestaltung einer digitalisierten Welt sein und bleiben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"digitaler-populismus-prof-dr-sven-engesser-tu-dresden\">Digitaler Populismus<br>(Prof. Dr. Sven Engesser, TU Dresden)<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Digitalisierung gibt der Politik ein besonderes Sprachrohr an die Hand, von dem viele Populistinnen bereits seit langem tr\u00e4umen. Mit Social Media verf\u00fcgen sie nun \u00fcber eine direkte Verbindung zu ihren W\u00e4hlerinnen, ohne auf die Vermittlung durch die journalistischen Massenmedien mit ihren professionellen Kontrollmechanismen und Auswahlkriterien l\u00e4nger angewiesen zu sein. Sie k\u00f6nnen weitgehend ungehindert ihre ideologischen Fragmente verbreiten und ihren aggressiven Stil pflegen. Wie gehen sie dabei vor? Welcher Narrative bedienen sie sich? Was bedeutet das f\u00fcr die politische Kommunikation? Und welche Risiken entstehen dadurch f\u00fcr die Gesellschaft? Diesen Fragen m\u00f6chte ich in meinem Vortrag nachgehen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h5 class=\"has-text-align-left wp-block-heading\" id=\"veranstaltende\">Veranstaltende:<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" data-id=\"2670\" src=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2670\" srcset=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-300x212.jpg 300w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-768x543.jpg 768w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-2048x1449.jpg 2048w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-640x453.jpg 640w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-1200x849.jpg 1200w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/zlb_logo-1920x1359.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2666\" src=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1631261186_16_9-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2666\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2668\" src=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2668\" srcset=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-300x169.jpg 300w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-768x432.jpg 768w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-640x360.jpg 640w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/hybrid-societies.org\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/eine_uni_ein_buch_logo.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zunehmende Digitalisierung und insbesondere der Einzug KI-gest\u00fctzter Technologien in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens ver\u00e4ndern unseren Alltag im Privaten nicht weniger als unser Zusammenleben in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen. 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