{"id":2686,"date":"2021-11-03T14:53:08","date_gmt":"2021-11-03T13:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hybrid-societies.org\/ein-stipendium-oeffnet-tueren\/"},"modified":"2021-11-09T13:54:59","modified_gmt":"2021-11-09T12:54:59","slug":"ein-stipendium-oeffnet-tueren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/ein-stipendium-oeffnet-tueren\/","title":{"rendered":"Ein Stipendium \u00f6ffnet T\u00fcren"},"content":{"rendered":"\n<p>Den ersten Schritt in die Wissenschaft als berufliche T\u00e4tigkeit zu wagen, ist durchaus mit Herausforderungen verbunden und auch nicht immer klar vorgezeichnet. F\u00fcr mich stand dennoch bereits w\u00e4hrend meines Bachelorstudiums fest, dass ich unbedingt versuchen m\u00f6chte, diesen Weg zu bestreiten. Den ersten Anlauf nahm ich entsprechend fr\u00fchzeitig und bewarb mich schon w\u00e4hrend meines letzten Master-Studiensemesters auf eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Durch meine Hilfskraft-T\u00e4tigkeit neben dem Studium hatte ich bereits einige Einblicke in aktuelle Forschungsvorhaben an der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz. Im Zuge dessen war ich schon vor dem Start des SFB Hybrid Societies durch kleinere Rechercheaufgaben in die Vorbereitungen involviert und durfte zudem an der Veranstaltung zur Begutachtung durch die DFG teilnehmen. Diese Aufgaben inspirierten mich auch dazu in meiner Masterarbeit bereits eine thematische Verbindung zu einem Teilprojekt des SFB herzustellen, indem ichverk\u00f6rperte autonome Technologien hinsichtlich der sozialen Entw\u00fcrfe untersuchte, die einerseits visuell in ihnen stecken und andererseits diskursiv \u00fcber sie ausgehandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gl\u00fcck, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, geh\u00f6rt im Leben manchmal auch dazu. So war ich etwa durch meine Hilfskraft-T\u00e4tigkeit bereits als Studierender in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden und erfuhr auf diesem Wege, dass zur Zeit der Abgabe meiner Abschlussarbeit im SFB Forschungsstipendien ausgeschrieben wurden. Das war nat\u00fcrlich eine M\u00f6glichkeit, die wie f\u00fcr mich geschaffen schien und das genau im richtigen Moment. Deshalb war sofort klar: Hier bewerbe ich mich. Mit dem Plan, auf die Thematik meiner Masterarbeit aufzubauen und daraus ein Promotionsvorhaben zu formen, erhielt ich dann auch eines der Stipendien.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Neuling in der Wissenschaft ist es sehr dankbar, durch die Forschungsstruktur des SFB und das integrierte Graduiertenkolleg an die Hand genommen zu werden. So wird man von Beginn an dabei unterst\u00fctzt, in einem derart gro\u00dfen Projekt Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar hat man als Stipendiat nicht die gleichen Aufgaben wie ein Mitglied des Graduiertenkollegs. Dennoch kann man aber von allen Vorteilen und Angeboten wie Workshops oder Kolloquien des Kollegs Gebrauch machen, um das eigene Forschungsvorhaben zu sch\u00e4rfen und voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein so gro\u00df angelegtes und weit gef\u00e4chertes interdisziplin\u00e4res Projekt wie Hybrid Societies, mit seiner breiten Vielfalt an beteiligten Forschenden, er\u00f6ffnet vielerlei Chancen, Kontakte \u00fcber das eigene Feld hinaus zu kn\u00fcpfen und auch generell \u00fcber den Tellerrand der eigenen Disziplin zu blicken. Neben dem fachlichen ist auch der informelle Austausch, beispielsweise bei einem Zoom-Abend mit den anderen Promovierenden, nicht zu untersch\u00e4tzen. In der Vernetzung mit den SFB-Mitgliedern, die vor vergleichbaren Problemen oder Herausforderungen stehen, liegt nicht nur die Chance, durch inhaltliche Diskussionen weiterzukommen. Mir pers\u00f6nlich gab sie oft auch die mentale Best\u00e4rkung, dass ich nicht allein vor einem scheinbar riesigen Projekt stehe. Aber auch \u00fcber den Sonderforschungsbereich hinaus bestehen durch die vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen und Formate zahlreiche M\u00f6glichkeiten, externe Kontakte zu kn\u00fcpfen und erste Schritte f\u00fcr das eigene wissenschaftliche Networking zu unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau das war ausschlaggebend f\u00fcr meine Zeit nach dem Stipendium und meinen Weg hin zu einer Qualifikationsstelle. Durch die Veranstaltungen im SFB kam ich zun\u00e4chst erneut in Kontakt mit einem meiner fr\u00fcheren Professoren, der als Teil des SFB mittlerweile an der Universit\u00e4t Leipzig lehrt und der dort Projektstellen ausgeschrieben hatte. Durch meine letztendlich erfolgreiche Bewerbung habe ich zwar das Stipendium fr\u00fchzeitig zur\u00fcckgeben m\u00fcssen und anschlie\u00dfend thematisch noch einmal eine komplette Neuorientierung gewagt. Ohne die umfassenden M\u00f6glichkeiten, die mir im Vorfeld durch den SFB er\u00f6ffnet wurden, h\u00e4tte ich allerdings schon diese Option kaum gehabt. Das idealtypische Muster, wie aus einem Stipendium mehr werden kann, sieht sicherlich anders aus. Doch so oder so stellt sich nach 12 Monaten Stipendium die Frage, wie es mit dem eigenen Projekt weitergeht. Ein Jahr kann nur ein Anschub sein, ein Promotionsvorhaben ins Rollen zu bringen \u2013 auf die eine oder andere Weise.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit als Stipendiat war f\u00fcr mich in verschiedener Hinsicht wertvoll. Nicht nur, weil sie mir den Einstieg in die Wissenschaft geebnet hat, sondern auch weil ich ein \u2013 wenn auch kleiner \u2013 Teil eines gro\u00dfen und, wie ich finde, bedeutenden Forschungsvorhabens sein konnte, weil ich vielen interessanten Menschen begegnen durfte, und weil ich mich au\u00dferhalb des Studiums forschend ausprobieren und ganz bewusst f\u00fcr die Wissenschaft entscheiden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/people\/benedikt-haupt\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/hybrid-societies.org\/people\/benedikt-haupt\/\" target=\"_blank\">Benedikt Haupt<\/a>  \u2013 Stipendiat 2020 im Projekt &#8220;Displays sozialer Zurechenbarkeit&#8221;<br>(seit 2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universit\u00e4t Leipzig)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Foto: Ingmar Rothe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den ersten Schritt in die Wissenschaft als berufliche T\u00e4tigkeit zu wagen, ist durchaus mit Herausforderungen verbunden und auch nicht immer klar vorgezeichnet. F\u00fcr mich stand dennoch bereits w\u00e4hrend meines Bachelorstudiums fest, dass ich unbedingt versuchen m\u00f6chte, diesen Weg zu bestreiten. Den ersten Anlauf nahm ich entsprechend fr\u00fchzeitig und bewarb mich schon w\u00e4hrend meines letzten Master-Studiensemesters [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2710,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","itunes_episode_number":"","itunes_title":"","itunes_season_number":"","itunes_episode_type":"","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[471,470,215,468,469],"class_list":["post-2686","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-miscellaneous","tag-forschung","tag-forschungsstipendium","tag-sonderforschungsbereich-en","tag-stipendium","tag-wissenschaftskarriere"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2686"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2728,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2686\/revisions\/2728"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hybrid-societies.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}