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#Asimov2021. Eine Uni, ein Buch.

Entdecken – Auseinandersetzen – Weiterdenken: Chemnitz liest Asimov

Welchen Einfluss haben intelligente Maschinen auf die Menschheit und ihre gesellschaftliche Entwicklung? Isaac Asimovs Kurzgeschichtensammlung „Ich, der Roboter“ (1950) dreht sich um die Robotpsychologin Dr. Susan Calvin. Mit ihr blicken wir im Jahr 2057 auf die Meilensteine der Robotik zurück. Angefangen als Spielzeuge, so beschreibt sie, wurden Roboter über die Jahrzehnte zu intelligenten Denkmaschinen, die die Entwicklung der Menschheit maßgeblich lenken. Asimov lässt in seinen Zukunftsvisionen durchaus kritische Nuancen zu, behält aber einen optimistischen Grundton.

Heute, im Jahr 2021, sind längst nicht mehr alle Vorstellungen Asimovs Zukunftsmusik. Roboter halten – auch in den Alltag – immer mehr Einzug, virtuelle Assistent:innen sind in unsere Smartphones integriert und autonome Fahrzeuge warten auf ihren Einsatz im Verkehr. All diese Errungenschaften fußen auf interdisziplinärer Forschung, an der sich die TU Chemnitz u.a. mit dem Sonderforschungsbereich „Hybrid Societies“ maßgeblich beteiligt. Kein Zufall in einer Stadt, die auf eine lange Industriegeschichte mit wichtigen technologischen Innovationen zurückblickt. Und auf Umbrüche: Immer wieder hat die Stadt ihre Identität verloren und musste diese neu verhandeln. Industrie – Innovation – Identität: Schlagworte, die Chemnitz prägen und die in „Ich, der Roboter“ eine zentrale Bedeutung haben.

Wir an der TU Chemnitz wollen Asimov entdecken, das heißt mit Chemnitzer:innen gemeinsam lesen. Ein Podcast wird dabei der Dreh- und Angelpunkt des Austauschs werden. Wir möchten uns mit Asimov auseinandersetzen, einen genaueren Blick auf die Rezeptionsgeschichte seiner Werke werfen und Fragen an heutige Autor:innen stellen. Orte dafür werden neben dem Podcast Autor:innenlesungen, Schreibwerkstätten und Lehrveranstaltungen sein. Schließlich wollen wir Asimov weiterdenken, denn seine Robotergesetze prägen unsere Vorstellungen von Roboterethik bis heute und werden es auch in Zukunft tun. In Expert:innenworkshops wollen wir daher ergründen, wie die Interaktion mit verkörperten Technologien gestaltet sein sollte und was wir heute von Asimov lernen können.

Eine Uni, ein Buch wird gefördert vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT.





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