Mensch | ​Maschine | ​Miteinander

Hybride Gesellschaften:
Menschen interagieren mit verkörperten digitalen Technologien

In hybriden Gesellschaften teilen wir den öffentlichen Raum mit zunehmend autonom agierenden Technologien.

Deshalb erforschen wir: Was ist erforderlich, damit Menschen sich mit Robotern reibungslos koordinieren können?

Und wie muss Technik gestaltet sein, damit sie die Anforderungen daran erfüllt?

Prof. Georg Jahn

Damit die Interaktionen in hybriden Gesellschaften effektiv sind, müssen menschliche Fähigkeiten und das technologisch Machbare analysiert und in neuartiger Weise aufeinander abgestimmt werden.

Prof. Ulrike Thomas

Die Koordination mit unseren Mitmenschen gelingt relativ reibungslos.

Damit die Interaktionen in hybriden Gesellschaften effektiv sind und ähnlich reibungslos ablaufen, müssen menschliche Fähigkeiten und das technologisch Machbare analysiert und in neuartiger Weise aufeinander abgestimmt werden.

Die Erforschung hybrider Gesellschaften trägt also dazu bei, den Einsatz verkörperter digitaler Technologien in öffentlichen Räumen nach menschlichen Bedürfnissen und Fertigkeiten auszurichten und die dazu nötigen technologischen Innovationen voranzubringen.

Das Miteinander von Menschen und Maschinen gestalten

Autonome Fahrzeuge, ferngesteuerte und autonom agierende Roboter, Drohnen, intelligente Prothesen – alles Beispiele für verkörperte digitale Technologien. Diese haben immer mehr Funktionen und können zunehmend mehr Aufgaben übernehmen. Sie begegnen uns an immer mehr Orten und in verschiedenen Gestalten. Dabei treten sie mit Menschen in Interaktion und bilden so zusammen mit ihnen hybride Gesellschaften.

SHAPING THE INTERACTION BETWEEN PEOPLE AND MACHINES

Der Forschungsverbund Hybrid Societies untersucht, wie spontane Begegnungen zwischen Menschen und intelligenten Technologien in öffentlichen Räumen reibungslos gestaltet und flüssig koordiniert werden kann. Im Kern geht es darum zu bestimmen, was nötig ist, damit Menschen und Maschinen ihre Aktivitäten und Bewegungen vorausschauend aufeinander abstimmen können, wenn Sie sich z.B. in einem Park oder auf der Straße begegnen. Was ist erforderlich, damit Menschen sich beispielsweise mit Robotern, mit hochautomatisierten Fahrzeugen oder virtuellen Figuren genauso reibungslos koordinieren können wie mit Mitmenschen? Und wie muss Technik gestaltet werden, damit sie diese Anforderungen erfüllt? Die grundlegende wissenschaftliche Erforschung dieser Fragen ist wichtig, da wir in hybriden Gesellschaften öffentliche Räume mit zunehmend eigenständig handelnden Maschinen teilen.

 

Um die bisher ungelösten Herausforderungen anzugehen und das Miteinander von Menschen und Maschinen in öffentlichen Räumen zu gestalten, ist es notwendig, dass eine Vielzahl an Disziplinen, von Psychologie und Ingenieurwissenschaften über Mathematik und Informatik bis zu den Sozial- und Geisteswissenschaften ihre Stärken zusammenführen. Der Forschungsverbund Hybrid Societies an der Technischen Universität Chemnitz wird in den Jahren 2020 bis 2023 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Sonderforschungsbereich finanziert. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler studieren hier die Bedingungen für gelingende Koordination zwischen Menschen und Maschinen in öffentlichen Räumen. Der Sonderforschungsbereich Hybrid Societies nimmt dabei vier Felder in den Blick: Sensomotorik, Künstliche Körper, Geteilte Umwelten und Intentionalität in hybriden Gesellschaften.

Events und Kommunikation

A research stay in corona times

The possibility to cooperate with people and institutions from all over the world has always fascinate me. When I joined the CRC, almost one year ago, I was so happy to hear that international collaborations are strongly recommended and supported. The University of Naples Federico II, invited me to join them during spring 2021 in […]

#Asimov2021. Eine Uni, ein Buch.

Die TU Chemnitz und der Sonderforschungsbereich „Hybrid Societies“ waren mit ihrer Projektidee „Chemnitz liest Asimov“ im Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ des Stifterverbandes erfolgreich – Das Gewinnerkonzept rund um Asimovs Werk „Ich, der Roboter“ soll noch im Sommersemester 2021 umgesetzt werden.

In all conscience. Or: When the refrigerator buys an orange juice

When we try to mechanize our society, create robots, program artificial intelligence as intelligently as possible and do all this in a way that humans will accept, the focus is primarily on scientific and psychological research. However, it should not be forgotten that people’s trust in a safe coexistence is not strengthened by a trustworthy […]

Team

Um die bisher ungelösten Herausforderungen anzugehen und das Miteinander von Menschen und Maschine zu gestalten, ist es notwendig, dass eine Vielzahl an Disziplinen, von Psychologie und Ingenieurwissenschaften über Mathematik und Informatik bis zu den Sozial- und Geisteswissenschaften, ihre Stärken zusammenführen. Im SFB Hybrid Societies arbeiten mehr als 70 Professor/-innen, Promovierende, Postdocs, Verwaltungsangestellte und technische Angestellte aus allen acht Fakultäten der TUC zusammen.

Veröffentlichungen

Langer, A., Tran, B., & Gaedke, M. (2021). Extending a SKOS-based taxonomy catalog with collaborative features and an interface to provide terminologies to describe research data with interdisciplinary, semantic concepts. https://e-science-tage.virtual-venue.io/session/26/talk/39
Langer, A., Schmolke, L., & Gaedke, M. (2021). BIRD: Using Conversational User Interfaces to Provide Relevant Metadata for Interdisciplinary Research Dataset Publishing. https://e-science-tage.virtual-venue.io/session/36/talk/60
Christian Pentzold, C., & Rothe, I. (2020). Science Busking, Recursivity, and Zones of Awkward Engagement in a Large-Scale Research Project on Embodied Digital Technology. https://mediaandparticipation.com/wp-content/uploads/2020/09/EASST-2020-print-program-abstracts-200825.pdf

Podcast

Epilog – Miteinander von Mensch und Maschine neu gedacht?

In fünf Episoden näherte sich Redakteur und Moderator Thibaud Schremser verschiedenen Schwerpunktthemen des Sonderforschungsbereichs „Hybrid Societies“. Nun ist es Zeit für ein Fazit. Nachdem bereits im Teaser Prof. Dr. Christian Pentzold, Leiter des Projekts Öffentlichkeitsarbeit für den SFB, und Matthias Fejes von Pressestelle- und Crossmedia-Redaktion der TU Chemnitz in dieses Format einführten, werden sie nun […]
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